Falsche Ernährung ist nach der Ayurvedalehre oft die Hauptursache von Krankheit. Eine gute gesunde Ernährung ist ein wesentlicher Faktor um gesund zu bleiben. Manchmal genügt es schon eine  Korrektur der Ernährungsgewohnheiten um mehr ins Gleichgewicht und Balance zu kommen.

Hier finden Sie ein paar tolle Ayurveda-Tipps für die Ernährung im Alltag:

  • die Gerichte sollten ihrem Dosha - Konstitutionstyp - Kapha/Pitta/Vata - angepasst sein 
  • die richtige Menge essen, der Magen sollte nur bis zu 2/3 gefüllt sein, um richtig arbeiten zu können
  • zu den Mahlzeiten nicht trinken, wenn du durstig bist, wähle heisses Wasser um das Verdaungsfeuer  nicht zu schwächen (kaltes Wasser löscht das Feuer)
  • hochwertige Nahrungsmittel essen - frisch, bio
  • gekochte und selbst zubereitete Mahlzeiten bevorzugen
  • Individualität in Nahrungsauswahl und Zubereitung
  • mit Appetit essen und gut kauen
  • in angenehmer Atmosphäre essen
  • regelmäßig essen und Zwischenmahlzeiten vermeiden - das letzte Mal 3 Std. vor dem Schlafen gehen
  • auf den ausgewogen Geschmack achten - sollte alle 6 Geschmacksrichtungen haben (süß,sauer, salzig, scharf, bitter und herb)
  • auf die richtigen Kombinationen achten, sonst entstehen Abfallstoffe, die der Körper nicht abbaut
  • Lebensmittel aus der Region bevorzugen
  • vor dem Essen sollte die Mahlzeit mit einem kurzen Andacht, Gebet oder Mantra gesegnet werden


Die ideale Verzehrfolge sieht aus der Ayurvedasicht so aus:

1. Gang: Reis, salzige Mehlspeisen oder Nudelgerichte

2. Gang: gut gewürzte, sauere Suppe

3. Gang: Eiweißhaltige  Produkte (Soja, Joghurt, Hülsenfrüchte, Gemüsebeilagen)

4. Gang: Buttermilch, scharf gewürzte Linsenbrühe (Kapha), Dessert (Vata und Pitta)

5. Gang: bittere oder herbe Speisen oder frisch gepresste Säfte z. B. aus Artischoke, Löwenzahn, Brennessel (sollte die Hauptmahlzeit ergänzen)

Nach dem Essen wäre es optimal, sich noch etwa für 10 Min. auszuruhen. Das stärkt die Verdauungskräfte. Wenn man hektisch aufspringt, wird die Nahrung nicht optimal verdaut und entstehen nach ca. 2 Stunden Blähungen und Heißhunger.

Die Wirkung von Nahrung wird von 8 Faktoren bestimmt:

Beschaffenheit der Nahrung - prakriti, Art der Zubereitung, Quantität, Herkunft, ungünstige Kombinationen, Zeit in Bezug auf Nahrung und Essen, verschiedene Regeln zur Nahrungsaufnahme, Zustand und Gewohnheiten des Essers.

0